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  • Foto: Felix Broede
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Montag 27.11.2017, 20.00 Uhr | Elbphilharmonie, Großer Saal

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3. Philharmonisches Konzert

Kent Nagano

Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77

Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Dirigent: Kent Nagano
Violine: Veronika Eberle
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Als der Freund Joseph Joachim nach der Aufführung eines Piano-Arrangements der „Tragischen Ouvertüre“ sich von Johannes Brahms verabschiedete, meinte er: „Ich hoffe, Du instrumentierst lustig, gut tragisch.“ Tatsächlich erleben wir in den Werken von Brahms immer wieder „zwei Gesichter“: Er neigte zum Schwermütigen, zum Elegischen und auch zum Tragischen. Doch gleichermaßen war er der Freude, dem Ausgelassenen und sogar einem gewissen Sarkasmus zugetan. Seine Musik taucht ebenso in die dunklen und romantischbizarren Nachtseiten hinein, wie sie sich den sonnendurchstrahlten Tagseiten zuwendet. Brahms selbst machte sich oft Vorwürfe wegen seiner dunklen Stimmungslagen, die er mitunter durch einen bissigen Humor zu kaschieren wusste. Seine Musik bringt das „Doppelgesichtige“ seines Wesens und eben auch seiner Entäußerungen immer wieder und deutlich wahrnehmbar zum Ausdruck. Frei sein! Ja, erkauft durch Einsamkeit!

Konzerteinführung: Janina Zell
19.00 Uhr, Elbphilharmonie, Großer Saal

Ort: Elbphilharmonie, Großer Saal, Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg