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Ein Leben für die Musik

Empfang zum 90. Geburtstag von Ernst Schönfelder


Musiker, Manager und Förderer: Seit mehr als 70 Jahren ist Prof. Ernst Schönfelder dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg eng verbunden. Als 18-jähriger war er als Flötist ins Orchester gekommen, später leitete er als Orchesterdirektor die Geschicke des ältesten Hamburger Klangkörpers. Am Mittwoch, 29. November 2017, feierte Schönfelder seinen 90. Geburtstag. Heute (1. Dezember 2017) würdigten Generalmusikdirektor Kent Nagano und Orchesterintendant Georges Delnon den Jubilar mit einem Empfang in der Hamburgischen Staatsoper.
„Wenn jemand mit dem Orchester verbunden ist, dann ist das Ernst Schönfelder", sagte Intendant Georges Delnon vor den Gratulanten in der Stifter-Lounge der Hamburgischen Staatsoper, „du hast so viel getan für Hamburg, für das Orchester und für die Musik. Und noch immer arbeitest du für das Orchester." Auch Kent Nagano würdigte seine Verdienste um das Orchester: „Wenn wir heute auf die Bühne gehen, dann denken wir auch an Ihre Arbeit", sagte der Hamburgische Generalmusikdirektor, „Sie haben das Orchester auf einem soliden Fundament platziert."
Mit Nagano erlebt Schönfelder bereits „seinen" zehnten Chefdirigenten in Hamburg. 1946 spielte er Generalmusikdirektor Eugen Jochum vor und wurde zweiter Flötist. Rund 30 Jahre lang wirkte er als Orchester- und Kammermusiker und engagierte sich im Orchestervorstand. Mit Unterstützung von GMD Wolfgang Sawallisch hob er auf Wunsch der Musiker 1968 die Philharmonischen Kammerkonzerte aus der Taufe, die gerade ihre 50. Saison feiern. 1976 wurde er zum ersten Orchesterdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters ernannt und wechselte damit vom Notenpult an den Schreibtisch. Bis zu seinem Ruhestand 1992 lenkte er die Geschicke des Orchesters und zog die Fäden im Hintergrund.
„Ernst Schönfelder kennt das Orchester seit fast einem Jahrhundert aus den verschiedensten Perspektiven", sagte Solveigh Rose, Vorsitzende des Orchestervorstands, „er ist für uns nach wie vor ein wichtiger Berater." Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand galt Schönfelders Engagement weiter dem Orchester. Bereits 1986 hatte er zusammen mit Liselotte von Rantzau-Essberger die Stiftung Philharmonische Gesellschaft gegründet, deren Geschäftsführer er war und für die er sich weiterhin engagiert. Bei den exklusiven Hauskonzerten mit den jeweils amtierenden Generalmusikdirektoren begrüßte die Stiftung im Weißen Haus an der Elbchaussee in den letzten 30 Jahren so illustre Gäste wie Sir Yehudi Menuhin, Giuseppe Sinopoli oder Aldo Ceccato.